Schwarze Magie – Der neue AMG CLK “Black”
Verfasst von Jason am 10. Juli 2008
Was Autos betrifft ist es teilweise selbstverständlich das einige Kreationen absolut exklusiv sind. Mann kann zum Beispiel kein tiefer gelegten sportswagen fahren was auch im Gelände funktioniert, oder eine hohe Endgeschwindigkeit mit einem guten verbrauch erwarten, und man kann keine würde besitzen wenn man ein kleinen koreanischen Wagen fährt. Dazu kann man kein Auto haben was auf dem Nürburgring gute Zeiten hinlegt und gleichzeitig im Alltag zu gebrauchen ist. Naja…bis jetzt zumindest…
Das ist es aber nicht. Was ihr hier anschaut ist das einzige Auto was ich bis jetzt kenne was wirklich das unmögliche schafft. Ein Auto was ohne weiteres dich, und mehr Gepäck als du dir vorstellen könntest, bis nach Tokio bringen könnte, und gleichzeitig dabei mit Leichtigkeit stücke aus einem Porsche Turbos arsch beißen könnte auf eine kurvige Landstraße im Harz Gebirge.
Es stammt von die absolute geheime Spezial Projekt Abteilung was sich tief bei Mercedes versteckt hat und sich AMG schimpft. Dabei nennt es sich ganz simpel und einfach „BLACK“ was man auch kleingedruckt hinten neben dem AMG logo findet.
Der erste “Black” war eine Katastrophe. Mercedes packte ein Dach aus Karbon und eine hartes Karbon Fahrwerk auf ein SLK und war bestimmt damit zufrieden mit dem was es auf eine Rennstrecke leisten konnte, aber die Entwickler waren so nervös über die Handhabung auf der Straße das kaum jemand einen bekommen hat um es zu testen. „Schön ist es wirklich nicht..“ sagte ein Pressesprecher von Mercedes, und was ich so weit entnehmen kann von ein paar bekannte die doch damit eine runde drehen durfte (die jetzt übrigens püriertes essen durch ein Schlauch in der Nase serviert bekommen) ist das Mercedes wohl recht hatte. Der neue „Black“ allerdings ist anders. Ausgangspunkt war ein AMG CLK was normalerweise 474 PS aus einem 6.2 V8 zum austoben bekommt. Dazu haben die Entwickler ein wenig am Auspuff gebastelt sowie ein wenig fein Tuning an der Elektrik vorgenommen und somit endete man mit knapp über 500 PS. Scheiss auf Porsche…wir dringen hier in Ferrari Territorium ein.
Im Innenraum wurden die bequemen Ledersessel durch Körper umarmende Schalensitze ersetzt. Die umarmen einem so sehr das ich sicher wäre das sogar Heidi Klum es als ein wenig “eng” empfinden würde. Andere Änderungen? Naja…die Motoren für die Sitzverstellung sind verschwunden, genau so wie das Navigationssystem, der Motor für die Lenkradverstellung, die Rückbank, und ein paar Airbags. Dazu kommt noch das die Türverkleidung aus Karbon besteht und das end Resultat ist das der Black nur ein paar Kilo mehr wiegt als vor dem Umbau.
Das liegt hauptsächlich daran das die hintere Axe absolute brutal verstärkt wurde und das Differenzial besteht nun aus Granit. Ach ja, und übrigens das beste Bodykit was ich bis heute gesehen habe.
Das Endresultat ist einfach atemberaubend. Zuerst erschreckt der „Black“ einem zu Tode weil es sich so anfühlt als ob das Auto die Straße entlang tanzt…und dann merkt man das es in der Tat am tanzen ist, man selbst sagt einfach nur wo es lang geht.
Ich habe dieses Auto geliebt und es wirklich in meinem Herz geschlossen. Ich liebte den klang des Motors als es ansprang und mich mit einem tiefen „HALLO“ begrüßte. Ich liebte die Geschwindigkeit. Ich liebte sein Aussehen. Und ich liebte es wie er sich fahren lies als ich auf den Landstraßen unterwegs war und wie es mit alle kräfte sich an die Straße presste und ein Fahrverhalten lieferte was Ferrari Testfahrer mit Tränen in den Augen hinterlassen würde. Man kann wirklich ohne weiteres dieses Auto im selben Atemzug erwähnen wie ein Ferrari F430.
Aber hier kommt der Knackpunkt. Es ist kein Ferrari. Es ist ein Mercedes CLK, und ja, einige Sachen sind im Müllcontainer gelandet aber es besitzt immer noch ein Automatikgetriebe, kabel Salat für ein Handy, Tempomat und natürlich die Deutsche soveriegnität wenn es sich auf einer Autobahn befindet. Es fährt sich wie ein Traum und ich würde sagen das es sogar bequemer ist als ein SLK55.
Das sollte allerdings noch lange nicht alles gewesen sein weil hinten gibt es keine Rückbank mehr – und die EU erlaubt es nicht das man sie wieder einbaut weil der Mond aus seiner Umlaufbahn fliegen könnte oder aus irgend ein anderer Schwachsinnigen Grund – und damit hat man hinten mehr Platz als was man normalerweise in einer Scheune bekommt. Es hat sogar ein System was es einem erlaubt seinen Ipod anzuschließen und es komplett zu steuern.
Versteht ihr jetzt was ich meine? Es ist ein absolut normales Auto. Allerdings geht es ab wie eine Rakete und dank der Karbon Bremse hält es auch ziemlich gut wieder an. Ein Ferrari ist geil am richtigen Ort, aber wenn man es woanders einsetzen will dann fängt das leder an zu quietschen und die Scheinwerfer taugen auch ehrlich gesagt nichts. Der „Black“ ist einfach genial, überall und zu absolut jederzeit. Es ist eindeutig mein neues Lieblingsauto.
Da ist allerdings ein Haken an der ganzen Sache. Obwohl es mit weniger ausgeliefert wird als ein AMG CLK, es kostet unglaubliche 80.000€ mehr als die „normale“ Version. Ja, ihr habt das schon richtig gelesen, und das ist einfach viel zu viel. Es sollte genau so viel wie der normale AMG kosten damit die Käufer eine Wahl haben. Ein Auto was sanft zu deine Händen ist…oder eins was gleich den Abwasch mitmacht.
Wie dem auch sei…ich habe wirklich Respekt für jeden der dieses Auto kauft. Ein Porsche oder ein Ferrari mag zwar mehr über den Fahrer Aussagen aber ein „Black“ hat eine kleine aber feine Zielgruppe. Was es ganz leise sagt ist „Wenn du wirklich was über Autos wissen würdest, dann weißt du auch warum die Person hinterm Steuer das hier gekauft hat…“
Ich will auch einen…
